Neben ein paar Lunchvorträgen, neun Interviews und verschiedenen Blogeinträgen macht Büro Baron auch das, was alle machen: Arbeiten nämlich. Darum hier eine Übersicht, für wen ich seit Mai 2009 – seit 488 Tagen – meine grauen Zellen auf Hochtouren gebracht habe.
Der Tagesanzeiger meldet: „Mit dem Videoportal kann man mächtig Geld machen. Tagesanzeiger.ch/Newsnetz präsentiert zehn Frauen und Männer aus aller Welt, die mit Juxvideos 2009 über 100′000 Dollar verdienten.“ Diesen Artikel sollte man sich durchlesen, ein Blick in die Clips ist höchst empfehlenswert und auch die erstaunlichen Click-Zahlen darf man ruhig studieren.
Was sich Büro Baron allerdings fragt: Was heisst das alles für das Marketing? Wie erreicht man heute noch das junge Zielpublikum? Und gibt’s hier nicht einen direkten Zusammenhang mit den Brands unglugged und der Street Credibility?
Darum hier ein letzter Tipp: Bis jetzt haben zwei Agenturen und ein internationaler Finanzdienstleister meinen Lunchvortrag über’s Rock’n’Roll-Marketing gebucht. Ich finde, dass sollten Sie ändern (bevor ich noch mein Pricing-Modell ändere und bei den 16.50 eine weitere Null reinschummle…).
Kann man neue Wege gehen, ohne die alten Pfade zu verlassen? Und kann man seinen Brand refreshen, ohne den bisherige Markenkern über Bord zu spülen? Ja, man kann. Das zeigt zum Beispiel das Möbelhaus Pfister.
Gestern gab’s gross Party: Das Atelier Pfister hatte ins Zürcher Binzquartier eingeladen und präsentierte eine junge Designkollektion, die so gar nicht zum angestaubten MöPfi-Image passen wollte. Denn was bisher bieder und leicht Agglo war, war plötzlich hipp, kreativ und szenig – das zeigt allein ein Blick auf die Gäste, die sich gestern ein Stelldichein gaben. [Weiterlesen →]
Den Kunden zuhören, den eigenen Unternehmensauftritt überprüfen, mögliche Handlungsfelder definieren: Das bietet der Reality-Check von Büro Baron (BBRC). Im Gegensatz zur traditionellen Marktforschung stehen dabei aber keine aufwendigen Prozesse im Mittelpunkt. Sondern erste Resultate. Damit ist der BBRC das unprätentiöse Tool, das sich besonders für dynamische KMUs optimal eignet.
Der BBRC-Ansatz:
Der BBRC funktioniert so, wie die Markenwahrnehmung:
Schnell, spontan, direkt.
Sympathisch, einfach und sehr, sehr billig: Mit einer kleinen Aktion hat das Sealife in Oberhausen Weltruhm erlangt hat. Weil sie eine Idee hatten. Weil sie kreativ waren. Und weil sie das gemacht haben, was Prof. Dirk Baecker von Unternehmen 2.0 fordert: Sie müssen wieder hüpfen lernen.
Doch dieses Hüpfen – uff, für manches strukturkonservative Unternehmen ist es verdammt schwer, die Vorteile des kreativen Springens zu verstehen. Bis man ihnen dann wirtschaftliche Erfolgszahlen vorlegt. Oder diesen ganz einfachen Satz: „Bei Twitter ist «Pulpo Paul» in den Trendcharts der weltweiten Suchbegriffe auf Platz eins.“
Nur kurz und im Telegrammstil: Ich fahre bald Ferrari! Und das kam so:
War gestern zu einem intellektuellen Speed-Dating eingeladen. Vom dem Think-Tank W.I.R.E. Da waren ganz viele kluge Köpfe. Die sollten Ideen kreieren. Für die Zukunft. Ein Thema dabei: Wie sieht das Unternehmen 2.0. aus? Meine Antwort: Wie eine Rockband. Mit einem klaren Leitmotiv. Mit einem eigenen Groove. Mit einer Kommunikation unplugged. Mit einem CEO als Frontman. Und: Mit echten Fans statt treulosen Kunden.
Diese Idee fand W.I.R.E anscheinend gut. Darum kam Brands unplugged aufs Podest. Und der Baron bekommt bald einen Ferrari. Einen echten, einen PS-starken, einen roten. Allerdings hat die ganze Sache auch einen kleinen Hacken: Den Ferrari gibt’s leider nur für einen Tag (… ausser ich setzte mich ab und verlege meinen Geschäftssitz nach Osten ).
Doch jetzt das Wichtigste: Vielen Dank an die Bank Sarasin und an W.I.R.E, dass ich überhaupt mitmachen durfte! Mit schnellen Grüssen, der rote Baron (auch rasender Rolando genannt)
Gerade diesen Text zugeschickt bekommen: Vom Trendbüro aus Hamburg. Das Interessante bei dem Interview mit Dr. Buhse sind die Fragen, die sich hinter den Aussagen verbergen: Wie funktionieren eigentlich Unternehmen (als selbstreferentielle Organisationen?), warum hat es das “kreatives Unternehmertum” so schwer (weil Kreativität scheinbar bestehende Strukturen in Frage stellt?) und was können wir machen, um Managern zu überzeugen, dass es nicht das zahlenfixierte Denken ist, das zu heute zu wirtschaftlichen Erfolgszahlen führt. Doch hier das Interview und der nachfolgende Text vom Trendbüro. Die angerissenen Fragen werde ich übrigens wann anders unter die Lupe nehme – nach der Fussball-WM, zum Beispiel.
Fakt 1: 2008 hat die Finanzbranche in der Schweiz 226 Millionen Euro in Werbung investiert. Fakt 2: Mit einem Wert von 70% ist die wahrgenommene Markengleichheit in der Finanzbranche besonders hoch – Tendenz steigend. Fakt 3: Die Bank Wegelin macht es anders – und wächst und wächst und wächst.
Immer mehr Geld für immer weniger Differenzierung: Die Zahlen zeigen deutlicht, dass im Finanzmarketing eine Schere aufgeht, die ökonomisch kaum noch Sinn macht. Doch natürlich gibt es Alternativen – relevante und erfolgreiche Alternativen. Eine dieser Optionen zeigt die Bank Wegelin auf: Die älteste Privatbank der Schweiz, die mit einem deutlich anderen Auftritt erstaunliche Zuwachsraten erzielt.
Hier das Gespräch, das ich vor wenigen Tagen mit Frau Dr. Albena Björck – Marketingleiterin bei der Bank Wegelin – geführt habe.
1. Eine Marke, die markiert.
Die Bank Wegelin – besonders ihr CEO Dr. Hummler – tritt mit teils kontrovers diskutierten Statements in der Öffentlichkeit auf. [Weiterlesen →]
Sie werden immer mehr: Die Branchen und Unternehmen, die intangible Leistungen anbieten. Leistungen also, die ich nicht fassen, nicht testen und damit nicht überprüfen kann. Die Herausforderung für die Konsumenten: Ihnen fehlt eine konkrete Entscheidungsgrundlage für ihre Kaufentscheide.
Sich entscheiden ohne konkrete Entscheidungsgrundlage – das ist schwierig. Doch wenn man nicht eindeutig weiss, was richtig oder falsch ist, dann hilft nur eins: Vertrauen. Ein Vertrauen, das ist nichts anderes ist als ein Vorschuss, den wir Marken im Voraus gewähren. Oder wie es Niklas Luhmann definiert: [Weiterlesen →]
These: Social Media gibt es nicht! Denn wer die sozialen Netzwerke nur als neue Kanäle interpretiert, um seine alten Botschaften zu verbreitern, der hat schon verloren.
Was es aber gibt: Social-Brands. Einer dieser Social-Brands ist Zappo – ein sehr, sehr erfolgreicher Online-Schuhverkäufer. Dazu hier der folgende Clip und im Anschluss noch ein paar Zeilen, die vor kurzem auf dem Blog von persönlich.com erschienen sind.
Welche Marken Social Communities erreichen – und welche nicht.
Social-Media-Kampagnen wirken nicht, schreibt Christian Lüscher. Aber Social Media wirkt. Oder noch präziser: Social Communities wirken. Sehr sogar. Und doch hat Christian Lüscher recht. Denn die Crux verbirgt sich hinter dem kleinen Wort „Kampagnen“.
Erstaunlich: Als Island Feuer spukte, hat die Fluglinie Swiss mehr Kunden über Facebook und Twitter betreut als über die eigene Hotline! Dabei ermöglichte es Swiss den Kunden auch, sich gegenseitig Tipps zu geben. Was lernen wir daraus?
a) Social-Media ist kein Kinderkram
b) Social-Media ist hat das Potential, langfristig Kosten zu reduzieren (Twitter statt Hotline)
c) Crowd-Sourcing und Schwarm-Intelligenz kann selbst bei einer anspruchsvollen Zielgruppe funktionieren.
Mit dieser Massnahme hat Swiss gezeigt, dass sich die Web-2.0-Kanäle bestes dafür eigenen, auch die kritische Web- und iPhone-Community zu überzeugen. Denn wer in einem „Moment of Truth“ einen sinnvollen Service anbietet, der gewinnt – besonders im Post-Advertising-Zeitalter, gerade bei Social Commuities.
Detailliertere Infos verstecken sich hinter diesem Link.
Faszinierend – das Gespräch, welches Roger de Weck mit dem Soziologieprofessor Dirk Baecker geführt hat. Und allen zu empfehlen, die sich für den grundlegenden Wandel interessieren, der mit der neu entstehenden Informationsgesellschaft einhergeht.
Denn, so Dirk Baecker: „Die Computergesellschaft wird sich von der Buchdruckgesellschaft der Moderne so dramatisch unterscheiden wie diese von der Schriftgesellschaft der Antike.“ Und: “Wir müssen hüpfen lernen…”. Was das konkret heisst? Nun, das erfährt man in den folgenden 56 Minuten:
Vor ein paar Tagen konnte ich mich mit einem der besten Kreativen weltweit unterhalten – mit Amir Kassaei. Das Schöne daran: Das Gespräch war hochinteressant, inspirierend und wer klare Aussagen schätzt, der findet sie in diesem Interview. Das Blöde daran: Wie kürzt man eine Stunde auf Youtube-taugliche 10 Minuten? Vielleicht, in dem man es einfach macht… hier das Ergebnis.
Genial! Da konstruiert eine argentinische Brauerei einen maden “Teletransporter”, stellt ihn in Bars, macht ein kleines Video – und die ganze Geschichte entwickelte sich zu einem Hit in sozialen Netzwerken und auf Youtube.
Denn was Andes gemacht hat (so der Name des Biers) ist dreidimensionale Kommunikation: Haptisch und greifbar – aber auch etwas verrückter als vieles, was wir bei uns oft zu Gesicht bekommen. Markenkreativität eben. (Und der Beweis, dass gerade die Verknüpfung des Echten mit dem Viralen erfolgreich ist).
Es gibt Marken, die findet Büro Baron echt klasse: Marken mit einer Heritage, mit einer echten Persönlichkeit und mit allen Chancen, gerade heute zu einem überzeugenden Power-Brand zu werden.
Doch manche dieser Marken sind etwas eingeschlafen. Und wenn Sie Kommunikation betreiben, vertrauen sie noch immer den ausgelutschten Pfaden des 19. Jahrhunderts. Dabei sind sich führende Marketing-Vordenker einig: Es geht auch anders. Und viel, viel besser. Darum macht es Büro Baron jetzt wie bei Dornröschen und versucht, diese an sich geilen Marken ganz sanft wach zu küssen. Wie zum Beispiel mit diesem Liebesbrief… an Rivella.
Markenbotschafter, Testimonials, Imagetransfer – ein beliebter Mechanismus, der manchmal auch funktioniert. Vor allem, wenn man viel Geld hat, dafür aber keine Identität. Dann kauft man sich einen plakativen Sugar-Daddy und hofft, mit ein bisschen Image-Pimping neue Kunden zu erreichen. Bei unbedarften und naiven Kunden mag das sogar gehen… nur leider werden die immer weniger.
Schnell, frech, unbekümmert: Was die Social Communities kennzeichnet, zeichnet ist auch die kleine Aktion von Lufthansa aus. Denn die US-Tochter der Lufthansa hat nun augenzwinkernd ihr Mitleid mit dem unglücklichen iPhone-4G-Verlierer Gary Powell bekundet und lud den Mann via Twitter zu einem Freiflug nach München ein. Die bayrische Hauptstadt solle sein Ziel werden, da er das Apple-Geheimprojekt beim Konsum deutschen Biers in einem kalifornischen Lokal liegen gelassen hatte.
Büro Baron kommt über Mittag zu Ihnen. Er bringt Sandwichs mit. Was zum Trinken. Und einen kleinen Vortrag: Über Brands unplugged. Und über neue Wege, wie moderne Unternehmen heute Street-Credibility erzielen. Doch das Beste: In diesem Vortrag geht’s nicht nur um neue Power-Brands, mündige Kunden, Markenauthentizität und Rock’n'Roll-Marketing. Sondern das Ganze dauert nur etwa 45 Minuten und kostet pro Person ziemlich bescheidene CHF 16.50 – frische Brötchen und feine Brause inklusive!
Was Sie in den 45 Minuten erwartet (Kurzzusammenfassung des Vortrags):
Giovanni Morelli hat die Kunstgeschichte geprägt und die Kriminalistik. Weil er eine überzeugende Methode entwickelt hat, um Original von Fälschung zu unterscheiden. Doch die Morellische Methode verrät auch viel darüber, wie Markenwahrnehmung heute funktioniert. Und warum die Rückseite eines Brands oft wichtiger ist, als die polierte Schaufassade.
Da wollte ich eigentlich über die Morellische Methode bloggen. Und dann kommt mir dieser Spot in die Quere. Von Nike. Mit Tiger Woods.
Ein verdammt intelligenter Spot. Und eine verdammt intelligente Art der modernen Markenführung. Denn Nike geht den entscheidenden Schritt weiter. Weil dieser Spot nicht vom Anderssein redet. Sondern es einfach ist. Oder kennen Sie sonst noch Unternehmen, die sich trauen, mit öffentlichen Buhmänner zu werben?
Übrigens: Der Spot hat innerhalb von 23 Stunden 788′000 Views erzielt… soviel nur zum Thema Erfolg. Mehr über den Spot gibt’s hier.
Alle reden von Social Communities. Aber kaum einer weiss, wie man die Digital-Natives wirklich erreichen kann. Denn nur eine Fan-Seite einrichten und ein paar PR-Texte einlesen – nee, das kommt gar nicht gut an. Was aber ankommt: Ideen, die so frech sind, wie die Zielgruppe selbst. Darum hier die Aktion von Burger King als Best Pratice Beispiel (… nur als Reminder und weil der Text gerade griffbereit vor mir lag ).
Er hat die grösste Community weltweit, er hat echt Fans (und keine wankelmütigen Kunden), er hat der Welt etwas zu sagen und müsste doch brennend darin interessiert sein, auch die Digital Natives zu erreichen. Darum: Der Papst twittert!
Doch ich befürchte… diese Meldung ist leider ein Fake. Dabei wäre das ein interessantes Gedankenspiel: Twitter als digitale Kanzel. Und das worldwideweb als moderne Form der Online-Diakonie, die den Gläubigen eine echte Partizipation und ein nachhaltiges Involvement ermöglicht. Den das ist der Vorteil der neuen Medien-Technologien: Während vor 2000 Jahren Petrus noch um die Welt reisen musste, um die Menschen zu erreichen, so kommt heute die Welt zu Ihnen – dank Facebook, Flickr und Twitter.
Büro Baron – die erste Agentur für das Post-Advertising-Zeitalter – bietet jetzt einen Job (Teilzeit, als Praktikum oder auf Freelance-Basis).
Für Menschen mit Rock’n’Roll im Blut, Gehirnschmalz zwischen den Ohren und viel Power (auf gut Deutsch also mit Fleiss). Deine Aufgaben: Mitarbeit bei der Konzept-Umsetzung, der strategischen Ideen-Entwicklung und der Kunden-Akquise. Interesse für Markenführung, Kommunikation und Web 2.0 von Vorteil. Jetzt melden unter rolando.baron@buerobaron.ch. Ich freu mich drauf!
Jetzt ist es offiziell: Ab dem 14. April gibt sogar zwei Post-Advertiser in der Schweiz!
Er ist einer der renommiertesten Trendforscher und gilt als Entdecker der LOHAS im deutsprachigen Raum: Dr. Eike Wenzel. Mit ihm habe ich vor kurzem gesprochen. Doch anstatt die gut dokumentierten Erkenntnisse von Eike Wenzel wiederzugeben, erlaube ich mir, hier ein paar eigene Gedanken nieder zu schreiben. Gedanken, welche das Thema Sinnmärkte und deren Konsequenzen für die Markenführung analysieren.
Nicht Migros oder Coop, nicht Orange oder die ZVV, nicht Franky Slow-Down oder Beck & Bondi. Sondern ein Spot der Feuerwehr hat es geschafft und ist der Youtube-Clip mit der grössten Verbreitung in der Schweiz.
Die meisten Schweizer Werbefilme fristen auf Youtube ein ziemlich kümmerliches Dasein. So erreichen gefühlte 85% der Spots ein paar hundert bis ca. 4000 Zuschauer. Dann kommen die wenigen Spots, die über 20′000 Klicks erzielt haben [Weiterlesen →]
Kreatives Denken und exakte Wissenschaft sind keine Gegensätze, sondern bedingen sich geradezu – besonders in einem so numinosen Bereich wie der Markenführung. Darum gibt’s jetzt eine kleine, feine Partnerschaft zu vermelden: Ab sofort kooperieren der Marketing-Lehrstuhl der Universität Bern und das Büro Baron aus Zürich.
Das konkrete Ziel der Zusammenarbeit: Unter Federführung von Dr. Leschnikowski und Dr. Malär wird in den nächsten Monaten ein Messinstrument entwickelt, mit dem sich die Authentizität einer Marke erfassen lässt. So steht bald ein zahlenfundiertes Tool zur Verfügung, das als optimale Basis für konkrete Umsetzungsvorschläge dienen kann.
Langfristig sind zudem Vorträge und Workshops geplant, die Rolando Baron im Rahmen von Lehrveranstaltungen am Institut für Marketing und Unternehmensführung (IMU) durchführen wird.
Ideen-Generierung – manchmal geht das in nullkommanix. Ein anderes Mal dauert es etwas länger. Der Aufwand für die Konzeptentwicklung hängt dabei natürlich vom Umfang der Herausforderung ab. Doch diese Aussage bringt Sie auch nicht weiter, oder? Darum hier ein kurzer Überblick über das zentrale Angebot von Büro Baron:
Wenn Schlagwörter dazu dienen, etwas auf den Punkt zu bringen, dann sind sie gut. Wenn sie nur dazu dienen, wichtig zu tun und mit neuen Buzz-Words die Menschen zu benebeln, dann sind sie schlecht. Dies nur als Einleitung zu einem, von Büro Baron neu kreierten Begriff:
Die Unique Identity Proposition (kurz: UIP).
Hier der zweite Teil des Gesprächs, das ich vor wenigen Tagen mit Jean Etienne Aebi geführt habe: Über UGC, über das Web 2.0, über intelligente Kreative und über den Live-Spot von Büro Baron. Viel Spass beim Gucken.
Büro Baron hat für Ikea gearbeitet. Die Frage, um die es ging: Kann man auch ein qualitätsbewusstes Publikum für das schwedische Möbelhaus gewinnen? Und wenn ja, wie? Im Creative-Jam wurden Ideen wie der “Pimp-Service”, das “Extrastück” und die “IKEA-Angels” entwickelt, sowie die drei hier folgenden Konzepte:
Hier noch gross Jean Etienne Aebi vorstellen zu wollen, wäre wohl ein überflüssiges Eulen-nach-Athen-tragen. Und wenn ich alle Preise (und Kunden) auflisten müsste, die der Top-Werber und ehemalige ADC-Präsident schon gewonnen hat… ich würde mir glatt einen Fingermuskelkater zuziehen. Darum: Ich wünsche viel Spass beim ersten Teil unseres Gesprächs – die zweite Folge des Interviews kommt dann in wenigen Tagen.
Ohne grosse Einleitung und viel Tamtam: Hier eine Büro Baron Idee für Frau Dr. Claudia Nielsen, die in diesem Frühjahr für die SP in die Zürcher Stadtregierung einziehen möchte. Eine Idee übrigens, die in den letzten Tage auf einige Resonanz gestossen ist – und die zeigt, dass man auch ohne Werbung Aufmerksamkeit genieren kann.
“Kultur ist alles, was wichtig ist“, meint die Anthropologin Mary Douglas. Und Karolina Frenzel schreibt: „Was einem Menschen, einer Gruppe, einer Organisation wichtig ist, das sieht man nicht auf den ersten Blick, das bekommt man oft erst nach längerer Beobachtung und einigem Nachdenken heraus.”
Denn was wichtig ist, ist nicht immer identisch mit dem, wovon eine Gruppe sagt, dass es ihr wichtig ist! Was dieser Gruppe wirklich wichtig ist, kann man nur erkennen, wenn man das Zusammenspiel von Handlungen, Kommunikation, Ritualen beobachtet. Denn Kultur ist das, was man konkret tut. Aber auch alles, was man nicht tut, obwohl man es tun könnte.
Frage von Büro Baron: „Wie viel Geld hat Google eigentlich in den ersten Jahren fürs klassische Marketing ausgegeben?“ Antwort von Matthias Meyer, Head of Corporate Communications bei Google Schweiz: „Keinen Rappen.“
Keinen Rappen für inszenierte Werbung, für bunte Mailings, für anbiederndes Event-Sponsoring. Und trotzdem hat Google in nur 11 Jahren das geschafft, wovon jeder Marketer träumt: Google ist der wertvollste Brand weltweit. Wie das funktioniert und warum heute Brand-Ideas wichtiger sind als Advertising-Ideas – darüber habe ich nun mit Google gesprochen. Hier also ein paar Zeilen zur Markenführung des Internetgiganten… als erinnerte Interviewzusammenfassung, sozusagen.
Reality statt Fake – darauf setzt jetzt auch die Zeitschrift Brigitte. Und erscheint ab sofort ganz ohne Models und spindeldürre Laufsteg-Beauties. Die Begründung der Zeitschrift: Frauen brauchen heute keinen Platzhalter mehr. Da fragt sich doch, warum noch immer so viele Unternehmen auf aufgehübschte Stellvertreter, dicke Puderdosen und überinszenierte Werbewelten setzten…
David Bosshart – Leiter des Gottlieb Duttweiler Instituts – heute im Tagesanzeiger auf die Frage, was die Gesellschaft in den nächsten Jahren prägen wird:
Was wird uns in den nächsten zwei, drei Jahren wichtig sein? Alles, was wirklich knapp ist: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Zugehörigkeit. Kreativität und Leidenschaft. Denn nur damit werden wir die vielen Veränderungen auch gut überleben. Nicht andere imitieren, sondern aus seinen Stärken schöpfen und diese kontinuierlich weiterentwickeln.
Zu Weihnachten bedankt man sich bei seinen Kunden. Das kann mit einer schönen Postkarte machen. Oder mit zwei Flaschen Wein. Oder mit feinen Guetzli (hochdt. auch Kekse genannt). Wenn die dann noch aus dem eigenen Ofen stammen und vom Chef persönlich gefertigt wurden – dann ist das identitätsbasierte Markenführung, ganz konkret und direkt zum Vernaschen.
Mit den besten Festtagswünschen, Ihr Rolando Baron.
Mit freundlicher Unterstützung von zwei jungen Assistentinnen: Baron backt für seine Kunden.
Dell – dieser Name hatte bis vor Kurzem keinen guten Klang: Dell stand für besetzte Telefonhotlines, arrogantes Personal und langweilige Rechner. Aber nicht nur das Image des Computerherstellers, der Rechner via Internet und Telefon verkauft, lag in Scherben. 2007 war der Gewinn um 28 Prozent gesunken. In dieser Lage übernahm Michael Dell, ehemals Gründer der Firma, wieder das Ruder – mit Erfolg!
Dass Märkte Gespräche sind, gehört ja bald zum Standardrepertoire in der Markenführung. Doch was das genau heisst und was für Konsequenzen das für Unternehmen hat – darüber habe ich mich vor wenigen Tagen mit Anja Förster unterhalten, einer führenden Managementvordenkerin aus Deutschland, die gemeinsam mit Peter Kreuz u.a. den Wirtschaftsbuchpreis 2007 erhalten hat.
Habe heute ein paar Stunden mit Brauereien verbracht. Und dabei ist mir was aufgefallen. Darum hier einfach eine kleine Frage – und ein kleiner Vorschlag.
“Unsere Produkte” oder “Unsere Biere”?
Auf vielen Website von kleineren Brauereien steht “Unsere Produkte” (oder sogar “Unsere Produktpalette”). Und dann klickt man weiter und was sieht man dann? Bier, Bier und nochmals Bier. Aber wenn ihr Bier anbietet - authentisches Bier, gutes Bier, echtes Bier – warum sagt ihr das nicht einfach? [Weiterlesen →]
Das Gottlieb Duttweiler Institute in Zürich muss man wohl kaum noch vorstellen. Denn hier – ein paar Meter über dem Zürisee – wird das gedacht, was die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren prägen wird. Und was auch für die Markenführung von entscheidender Bedeutung ist. Doch genug der Einleitung und rein ins Gespräch Ein Gespräch, das ich über zwei Wochen hinweg mit Karin Frick – Leiterin Think Tank des Gottlieb Duttweiler Instituts – führen durfte.
Das GDI Implus hat vor kurzem festgestellt, dass die Unternehmen in der „Misstrauensfalle“ sitzen würden. Das ist erstaunlich, denn die eigentliche Aufgabe von Marken ist es doch, Vertrauen aufzubauen. Hat sich das moderne Marketing also selbst pervertiert?
Das moderne Marketing ist Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. Viele Unternehmen haben längst gemerkt, dass herkömmliche Massen-kommunikation nicht mehr funktioniert und begonnen, neue Wege und Formen der Kundenansprache zu suchen. [Weiterlesen →]
Es gibt die Theorie. Die lernt man an der Hochschule. Und es gibt die Praxis. Die lernt man nur im echten, bunten Leben. Deshalb hier ein kleines Interview mit Adrien Weber von Turbinenbräu – einer der erfolgreichsten, unabhängigen Brauereien in der Schweiz. Denn was Post-Advertising und identitätsbasierte Markenführung konkret heissen, das zeigen diese wenigen Minuten… in vielen Worten, aber auch in einer Haltung, die in diesem Gespräch glaubhaft rüberkommt. Viel Spass beim Gucken… und Prost natürlich!
Nachtrag: Manche denken ja, eine identitätsbasierte Markenführung und authentische Kommunikation ist nur was für schnuckelige Mikro-Unternehmen und Miniatur-Brauereien. Darum hier noch etwas über die Oettinger-Brauerei – einfach kopiert aus dem Spiegel:
Hier die Zusammenfassung von “Marketing gegen den Strom” – dem neusten Buch von Christian Belz, Professor für Marketing an der Universität St.Gallen:
„Offenbar geht es im Marketing darum, von Trends zu profitieren, mehr zu scheinen als zu sein, zu reden ohne zu leisten. Marketing zielt oft am Kern vorbei und ist unehrlich. Marketing kompensiert oft lediglich spezifische Schwächen eines Anbieters. [Weiterlesen →]
Die von BBDO Consulting veröffentlicht neueste Brand-Parity-Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Austauschbarkeit von Marken ist branchenübergreifend gestiegen, die Probleme sind oft hausgemacht und statt auf differenzierende Markenführung wird auf stereotype Klischees und Preiskampf gesetzt. Dabei schneiden Benzin, Vollwaschmittel und Molkereiprodukte am schlechtesten ab, während Automobile, Bekleidung und Parfum als am wenigsten austauschbar wahrgenommen werden, doch auch hier ist eine deutliche Zunahme zu verzeichnen.
Alles wird im gleicher – erst die Produkte, jetzt auch die Marken.
Düsseldorf, 19. Februar 2009: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die von Verunsicherung und Rezessionsangst geprägt sind, steigt der Stellenwert starker Marken mit hoher Glaubwürdigkeit; Verbraucher suchen nach Orientierung. Umso alarmierender ist das Kernergebnis der aktuellen Brand-Parity-Studie von BBDO Consulting: [Weiterlesen →]
Hier ein Artikel, der im November 2009 im Schweizer KMU-Magazin erschienen ist (Autor: Rolando Baron). In diesem Text gibt’s ein bisschen Theorie (nichts hochtrabendes) und ein paar konkrete Beispiele. Ein paar dieser Case-Studies habe ich auf diesem Blog schon erwähnt, andere Gedanken sind dagegen neu…
Vorher den Artikel über Jack Wolfskin gelesen. Und darüber, wie ein internationaler Goliath gegen die kleinen Davids schiesst. Doch da fackeln wir doch gar nicht lange rum und sparen uns lange Kommentare darüber, wie Unternehmen Sympathien gewinnen – oder sie verspielen…
Deshalb macht Büro Baron einfach das, was man in der Marktwirtschaft am besten tut: es kauft ein. Und verschenkt das Gekaufte direkt wieder. Schliesslich wollte Büro Baron schon immer einen kleinen Wettbewerb ausschreiben, soll ja was bringen, so ein Gewinnspiel… .
„Die Werbeblase platzt“, „Das Massenmarketing hat sich überlebt“,„Die Ökonomie der Aufmerksamkeit ist tot“ – glaubt man brandeins, dem Trendbüro und dem Gottlieb Duttweiler Institut, sind wir schon längst im Post-Advertising-Zeitalter angekommen. Doch dieses neue Zeitalter stellt Marketers vor neue Herausforderungen, bei denen die alten Rezepte nur noch selten funktionieren. Und es eröffnet – und darauf kommt es an – neue, grosse Chance!
Was diese Herforderungen sind, wo die neuen Chancen liegen und welche die innovativen Wege sich eröffnen – das möchte Rolando Baron nun wissen. Deshalb hat Rolando Baron nicht nur das neue Büro Baron gegründet. Sondern dieses Büro auch gleich auf Tour geschickt.
„Baron on Tour” – das ist eine kleine Expedition und eine nonchalente Feldforschungs-Arbeit zugleich. Bei dieser Reise wird Rolando Baron in mehreren Etappen verschiedene Gespräche führen: Mit grossen und kleinen Unternehmen, mit renommierten Trendforschern, mit intelligenten Vordenkern, mit führenden Kreativen, mit fundierten Wissenschaftlern… und vielleicht sogar mit Ihnen (bei Interesse einfach melden).
Wirbst du noch oder lebst du schon? Büro Baron bei IKEA.
Erste Station von „Baron on Tour“ ist IKEA – eine der weltweit erfolgreichsten Power-Marken, die sich durch eine hohe Brand Authenticity auszeichnet. Weitere Gespräche werden folgen – hier auf diesem Blog.
Das Vertrackte an der Authentizität: Wie bei einer Persönlichkeit aus Fleisch und Blut, so bezieht sich die Authentizitäts-Wahrnehmung auch bei Marken auf alle Facetten einer Unternehmens-Identität. Authentizität ist also ein ganzheitliches Phänomen. Doch muss man immer das grosse Fass aufmachen? Muss man immer an die Wurzeln gehen? Und muss man immer am Big-Picture malen, um einen Brand mit mehr Echtheit auszustatten? Nee, muss man nicht. [Weiterlesen →]
Dieser Artikel ist zuerst auf dem Online-Blog von persönlich.com erschienen und war eine Replik auf den Text von Herr Neininger, Präsidiumsmitglied des Verbandes Schweizer Presse. Übrigens: Diese Replik vom Büro Baron wurde von über 5000 Lesern gelesen (auch nicht schlecht, für so ein bisschen Feierabend-Tipperei, oder?). So… und jetzt der Artikel:
„Wenn man uns die Kontrolle überlässt, werden wir sie nutzen. Wenn nicht, wird man uns verlieren. Dieser Grundsatz ist das oberste Gesetz des neuen Zeitalters. Bisher dachten die Mächtigen – Unternehmen, Regierungen (und die Presse Anmerkung der Redaktion) – ihnen stünde das Recht auf Kontrolle zu, und so war es auch. Aber das ist nicht mehr so.
Alle hier unten stehenden Artikel sind zuerst auf dem Blog von persönlich.com erschienen. Das ist eine Fachzeitschrift für Werbung. Darum wird dieses Thema – die Reklame also – auch so oft in den folgenden Zeilen thematisiert. Dabei haben Sie völlig recht – an sich geht es gar nicht um Werbung. Sondern um Markenführung, Kommunikation und Branding….
“Werbung ist ein schleichendes Gift”. Das sagt Karl-Dietrich Weise, Gesamtverkaufsleiter und Prokurist der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG. Das Interessante dabei: Mit dieser Philosophie hat die Rothaus AG rasante Absatzsteigerungen erzielt – und das in einem rückläufigen Gesamtmarkt. Doch hier die nackten Fakten: [Weiterlesen →]
Wachstumsraten von 512%, eine kleine Brauerei, welche die grossen Softdrinkhersteller herausfordert, ein Einzelhändler, der aussergewöhnlich hohe Umsatzrenditen erzielt – American Apparel, Bionade und Manufactum sind nur einige der Unternehmen, die beweisen, dass eine andere Art des Marketings funktioniert. Und dass eine identitätsbasierte Markenführung zu grossen Erfolgen führen kann – gerade heute.
Bionade – wie der David heute Goliath schlägt.
Sie wollen konkrete Belege für diese Behauptung? Dann schauen wir uns doch mal eines der erwähnten Beispiele kurz an: Bionade. [Weiterlesen →]
Heute morgen einen Link geschickt bekommen (danke Thomas). Hinter diesem Link verbirgt sich ein Video, in dem ein Musiker seinen Ärger über United Airlines singend zum Ausdruck bringt. Dieses Video geht gerade um die Welt.
Kreative in einem wirtschaftsnahen Umfeld – das sind vor allem die Werber. Deren Aufgabe ist es, den Selbstanspruch von Unternehmen möglichst attraktiv zu inszenieren und Marketing-Vorgaben möglichst geschickt und bunt zu verpacken. Aber das war’s auch schon.
Dabei könnte es auch anders gehen. Echte Kreative könnten mit echter Kreativität nachhaltige, kreative Lösungen erarbeiten. Denn das, was der Ökonom Joseph Schumpter (ja, der schon wieder) vor 98 Jahren postulierte – Kreativität als Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum – müsste eigentlich auch das Thema für alle professionellen Ideengeneratoren sein. [Weiterlesen →]
Frank O. Gerry baut Fertighäuser, David Bowie tritt im Musikantenstadel auf und Ferran Adrià betreibt jetzt auch eine Döner-Bude. So wäre das, wenn diese Herren Werber wären. Sind sie aber nicht, zum Glück. [Weiterlesen →]
Heute einen interessanten Artikel in der Sonntagszeitung gelesen. Über Werbung. Genauer: Über die Herausforderungen, vor denen die Werbung steht. Der Artikel hat die Probleme klar umkreist. Doch Antworten liefert auch er nicht. Darum hier ein kleiner Versuch. [Weiterlesen →]
Ohne grosse Inszenierung, ohne teure Schauspieler, ohne laute Background-Musik: Im Juni 2009 hat Büro Baron den ersten Post-Advertising-Spot in der Geschichte der Kino-Werbung lanciert. Wie der funktioniert? Ganz einfach: Eine Woche lang ist Büro Baron mitten im Werbeblock eines Kinos aufgestanden und hat in wenigen Worten gesagt, was Sache ist.
Der Lohn für diesen Mut zur eigenen Persönlichkeit: Ein bisschen Applaus, mehrere Presse-Artikel und verdammt geringe Kosten. (Nur meine Deo-Verbrauch ist in dieser Zeit leicht gestiegen. Aber den kann ich ja von den Steuern abziehen, sagt mein Buchhalter… ).
Das muss man der Bild-Zeitung wirklich lassen: Was User Generated Content angeht, hat das Blatt einen echten Meilenstein gesetzt. Und sich damit sogar den Applaus von einem der renommiertesten Medien-wissenschaftler der USA eingehandelt. Allerdings: Wer die Kunden zum mitmachen bewegen will, muss loslassen können. Das ist für Unternehmen nicht immer einfach. Doch zuerst mal kurzes Video. In diesen 147 Sekunden geht’s um die neue Kampagne der Bildzeitung. Und es geht um User Generated Advertising.