Büro Baron Blog

Brandchamp.ch – die erste Weltmeisterschaft für mutige Unternehmen

Rolando Baron · 28. Februar 2012 · Baron konkret, Big Thinking, Popcorn

Ups, jetzt hat doch gerade ein Presseorgan nach einer Pressemitteilung gefragt. Und da bemerkt der Baron, dass er ja zuerst sein WordPress-Tool bedienen könnte, bevor er die Weltpresse bedient. Also: Seit ein paar Tagen gibt es Brandchamp.ch.

Brandchamp.ch – das ist das erste Socialbranding-Projekt der Schweiz und eine kleine Weltmeisterschaft für mutige Unternehmen. Und Brandchamp ist der kreative Versuch, eine Alternative zum herkömmlichen Marketing 1.0 zu etablieren. Ob dieser Versuch funktioniert? Das wird sich zeigen. Allerdings haben wir schon ein paar interessante Teilnehmer überzeugen können. Und wir sind erst ganz am Anfang, wohlgemerkt.

Noch zwei Nachbemerkungen:

  • Für alle interessierten Unternehmen: Bis zum 5. März kostet die Brandchamp-Teilnahme CHF 1.- pro Mitarbeiter. Danach wird’s ein bisschen teurer.
  • Für alle potentiellen Marken-Weltmeister: Der Brandchamp-Wettbewerb dauert bis zum 31. Oktober 2012 und der Sieger wird anschliessend mit dem Brandchamp-Gürtel geehrt (siehe unten).

Die Anmeldung kann übrigens direkt auf der Site vorgenommen werden (über den Info-Bereich auf Brandchamp-Backstage) und Fragen beantworten sowohl meine beiden BC-Jungs als auch ich sehr gerne.

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Brand-Authenticity: Warum BMW hat, was Bionade mal hatte

Rolando Baron · 11. Januar 2012 · Best Practice

Ja, die liebe Authentizität. Irgendwie hätte sie ja jeder gerne und gerade für Marken wird die Brand-Authenticity immer mehr zu einem wichtigen Kriterium. Doch wie generiert man diese leicht schwabbelige Authentizität? Ganz einfach: Indem man mit dem Marketing-Schwabbeln aufhört. Wie das geht, zeigt BMW. Wie es nicht geht, zeigt Bionade (leider).

Der BMW-Rennschlitten - auch so kann man "Freude am Fahren" dreidimensional erlebbar machen

BMW: Wenn selbst die Weihnachtskarte die frohe Markenbotschaft kommuniziert.
An sich ist es ja so einfach: Man entwickelt ein zentrales Markenversprechen und macht dieses  anschliessend über alle Touch-Points hinweg konsistent erlebbar. So wie z.B. BMW. Denn der BMW-Claim „Freude am Fahren“ ist nicht nur ein flott formulierter Slogan. Sondern er ist eine Identitätsbehauptung, die mit vielen Identitätsbeweisen erlebbar gemacht wird. Diese Identitätsbeweise, die immer wieder auf „Freude am Fahren“ einzahlen, sehen bei BMW zum Beispiel so aus:

  • BMW hat die fahraktivsten Motoren – bei der Positionierung der bayerischen Autobauer natürlich eine conditio sine qua non.
  • Das Armaturenbrett ist leicht zum Fahrer hin geneigt – ganz einfach, weil beim Freude-am-Fahren-Auto der Fahrzeuglenker die wichtigste Person an Board ist. Auch so kann Brand-Storytelling funktionieren.
  • Vor einigen Jahren hat BMW sein Logo “fahren” lassen und das Markenzeichen in Werbeanzeigen an unterschiedlichen Stellen platziert (statt immer unten rechts, war es auch mal oben links zu finden) – so wurde implizit das Markenattribut Dynamik kommuniziert.
  • Apropos Dynamik: BMW war eines der ersten Unternehmen, das auf das Medium Internet setzte – mit den legendären Clips von Guy Ritchie und Madonna ebenso wie mit einem Community-Management, das schon vor der Erfindung von Social-Media sehr Social-Media-artig war (erinnert sei hier an die BMW-Aktivitäten in den M3-Kundenforen schon vor mehr als 12 Jahren).
  • Letzter und aktuellster Identitätsbeweis: Die fahrfreudige Weihnachtskarte von BMW, deren rasante Kreation der Clip hier unten dokumentiert.
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Mehr Profit dank mehr Profil.
Viele verschiedene Massnahmen, die aber immer wieder die zentrale Markenbotschaft einzahlen – so generiert man Authentizität, die ja nichts anderes ist, als die Identität mit sich selbst. Und der Benefit? BMW hat eine ganz klar definierte Zielgruppe  – die „social climbers“ – BMW erzielt eine hohe Glaubwürdigkeit und BMW hat eine Umsatzrendite von 14%, womit sie Profitabilitäts-Weltmeister in ihrem Segment sind.

Bionade: Wenn man seiner eigenen Gesichte nicht mehr traut.
BMW kann man also durchaus als Blaupause dafür nehmen, wie es geht. Und bis vor kurzem hätte man auch Bionade als Best-Pratice-Beispiel anführen können. Doch dann, so die FAZ im November 2011, sei die Marke „systematisch zerstört worden… und habe verloren, wofür sie einst stand: die Authentizität.“ Die Folgen ist ein dramatischer Absatzeinbruch mit nur noch 60 Mio. statt 200 Mio. verkaufter Flaschen im Jahr 2007. Denn “die Story stimmt nicht mehr”, so das traurige Fazit des FAZ-Artikels zu Bionade.

So zeigt sowohl BMW als auch Bionade, dass in einer Welt austauschbarer Produkte die Brandstory immer wichtiger wird. Diese Story will jedoch kohärent und authentisch erzählt werden. Doch mit diesen Brandstory-Telling hapert es oft noch. Nicht weil das Erzählen dieser Geschichten so schwierig wäre. Sondern – so der Verdacht – weil es für Unternehmen heute noch eine echte Herausforderung ist, sich überhaupt zu einem einheitlichen Markennarrativ zu bekennen. Denn das ist die Crux bei der Marken-Authentizität: Hierfür braucht es Nachhaltigkeit und ein klares Commitment – und somit einen langen Atmen, den sich leider nicht alle Unternehmen leisten wollen. Was schade ist: Für die Markenführung und für die Rendite.

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Social Media gibt es gar nicht

Rolando Baron · 15. November 2011 · Big Thinking

Um es mal klar zu sagen: Social-Media gibt es nicht. Und doch verändert Social Media alles. Es verändert die Dringlichkeit einer klaren Positionierung, einer eindeutigen Value Proposition, einer echten Brand-Identity, eines spannenden Brand-Storytellings. Doch Social Media als eigene Gattung, mit eigenen Gesetzen und vollständig neuen Regeln? Ehrlich gesagt ziemlicher Quatsch mit Sauce.

Das Phänomen der kreisenden Erregung.
Dieser Unsinn wird aber immer wieder gerne erzählt. Und es scheint fast so, als wäre aus dem Vehikel Social Media eine Mission geworden, die mit sektiererischem Eifer unter das Marketingvolk getragen werden müsste. Darum die vielen Tagungen, die vielen Folien, die vielen Zahlen, das viele Social-Gewimmel.

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„Das Bullshiten ist vorbei“ #Gottlieb Duttweiler Institut

Rolando Baron · 13. Oktober 2011 · Big Thinking

Nach 11 Mail-Anfragen und ein paar Nachfragen über Twitter hier nochmals der Thesen-Rap, der vor wenigen Tagen auf dem Blog von persoenlich.com erschienen (und dann wieder verschwunden) ist.  Viel Spass beim Lesen – oder beim Mit-Slamen, um genau zu sein.

@Migros: Ihr werft dem Tagi vor, mit falschen Zahlen zu operieren, seid aber nicht in der Lage, diese zu korrigieren? #Fakten-Feigheit

@Migros@MikeSchwede: Ihr habt 83’000 Mitarbeiter, 2’000’000 Genossenschafter und wollt uns jetzt erzählen, dass 2’700 Facebook-Migipedia-Followers ein Erfolg sind? #Let’sGetReal [Weiterlesen →]

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Migipedia – Crowd-Sourcing ohne Crowd

Rolando Baron · 7. Oktober 2011 · Big Thinking

Eins muss man Migros ja lassen: Mit Migipedia hat der orange Riese Mut bewiesen und dieser Mut verdient Respekt. Doch was genau war dieser Mut? Es war der Mut zum Scheitern. Und gescheitert ist Migipedia anscheinend. Dieses Scheitern ist nicht weiter schlimm (ausser für die Migros-Buchhaltung). Aber den Eiertanz, den die Limmat-Crew um dieses Goldene Kalb veranstaltet, der wirkt irgendwie peinlich und ist symptomatisch für die Social-Media-Diskussion in der Schweiz.

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Machtverschiebung, ach wirklich?

Rolando Baron · 6. September 2011 · Big Thinking

Social Media scheint ja ganz kirre zu machen. Und dem Gewusel in den viralen Netzwerken scheint ein allgemeines Management-Gewusel zu folgen. Denn es droht die Machtverschiebung. Oder die Entmachtung gar? Doch egal – bevor die kommt, kommt das Swiss Social Media Forum. Und dieser Blogartikel.

Haben Marken jemals Macht gehabt? Na ja, vielleicht über ihre Kanäle. Aber niemals über die Markenwahrnehmung selbst. Denn es stimmt schon, was Jeff Bezos sagte: „Your brand is what people say about you when your are not in the room“. Und der selige David Ogilvy sagte: „The brand is the consumer’s idea of a product“.

Doch warum sind Machtverschiebung und Kontrollverlust plötzlich so grosse Themen? Die Vermutung liegt nah: Weil das Web 2.0 eine strukturelle Unbeholfenheit von Management aufzeigt. Denn der viel zitierte Machtverlust ist kein Problem der Kommunikation. Sondern eines, das bisherige Management-Gewohnheiten tangiert. [Weiterlesen →]

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Aktion 2600.-: Die offiziellen Gewinner

Rolando Baron · 11. Juli 2011 · Baron konkret

Untermalt von Trommelwirbeln, Trockeneis und Fanfarenklängen verkündet Büro Baron ganz offiziell: Die Gewinner der Aktion 2600.- sind die South Pole Carbon Asset Management AG aus Zürich und die Cyon AG aus Basel.

Insgesamt haben sich acht Firmen beworben – von Bio-Tiernahrungsverkäufer über einen Touroperator bis hin zu einem Unternehmen, das sich mit molekularen Markern befasst. Bei allen Firmen, die ihr Interesse bekundet haben, möchten wir uns herzlichen bedanken (mit dieser hohen Rücklaufquote hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet) und war gar nicht so einfach, jetzt die richtige Auswahl zu treffen.

Doch die Aktion 2600.- stand unter dem Motto „Quick and Dirty“ und sollte beweisen, dass es für die Kalt-Akquise nicht immer herkömmliche Direct-Mailings und zeitraubende Telefon-Nachfassbemühungen braucht. Darum haben wir uns auch bei der Wahl der Manntag-Gewinnerfirmen schnell entschieden. Wie’s jetzt genau weitergeht – nun, wir gespannt und freuen uns auf die nächsten Schritte!

 

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Aktion 2600.- und sehr direkte Direct-Mailings

Christoph Widmer · 30. Juni 2011 · Baron konkret

Bleibt haften – zumindest für ein paar Minuten: Die Sommeraktion von Büro Baron. Ein Unternehmen hat übrigens schon konkretes Interesse bekundet. Mal schauen, ob’s die bis zum 8. Juli noch ein paar mehr werden…

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Exklusiv und limitiert: Büro Baron verschenkt CHF 2600.-

Rolando Baron · 29. Juni 2011 · Baron konkret

Coop, Helsana, Suva, Swiss Life – in letzter Zeit durfte Büro Baron für grosse, renommierte Unternehmen tätig sein. Das ist super! Doch unsere heimliche Leidenschaft gilt den kleineren Firmen – den ganzheitlichen Lösungen, den schnellen Entscheidungen, dem engagierten Drive. Darum jetzt folgendes Angebot speziell für KMUs:

Wer uns bis zum 8. Juli 11 kontaktiert, bekommt CHF 2600.- geschenkt.*

Warum diese Aktion? Weil inhabergeführte Unternehmen prädestiniert sind für identitätsbasierte Markenführung und Marketing 2.0. Doch leider sind diese Themen in KMUs nicht sehr präsent. Dafür gibt’s viele Gründe – z.B. zu wenig Zeit, z.B. zu wenig Budget. Beim ersten Punkt könen wir nicht helfen, beim zweiten Punkt aber schon. Darum dieses Angebot. Aber auch darum: Es gibt KMUs, mit denen es so richtig fluppt. So gesehen ist dieses Angebot nicht ganz uneigennützig und dient der persönlichen Spass-Maximierung ebenso wie der sommerlichen Psychohygiene von Büro Baron.

* Angebot gilt für maximal zwei Unternehmen. Die CHF 2600.- entsprechen einem Manntag und werden als Beratung, Speed-Workshop oder als Konzeptionsleistung erbracht. Bewerbung bitte als Kürzest-Motivationsschreiben (max. 140 Zeichen) auf http://twitter.com/buerobaron oder via rolando.baron@buerobaron.ch. Die Auswahl der Unternehmen obliegt allein Büro Baron. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Thanks for not coming back! – Wie man 3.5 Mio Views auf Youtube erreicht

Christoph Widmer · 10. Juni 2011 · Best Practice, Popcorn

Die Alamo Drafthouse Cinema Kinokette hat es geschafft: sie sind in einem Topf generischer, programmgleicher Kinos zu einer Markenpersönlichkeit geworden.

Das Unternehmen gibt es seit Mitte der 90er Jahre und bewirtschaftet 12 Kinos. Es werden aber nicht nur Filme gezeigt: man kann während des Films essen. Und seit 1997 haben die Kinos ein oberstes Gebot: kein Reden und kein SMS schreiben während des Films. Sonst wird man rausgeschmissen.

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It’s not about Social Media. It’s about Creativity.

Rolando Baron · 9. Juni 2011 · Best Practice, Popcorn

10.842.935:

Anzahl Followers von Lady Gaga auf Twitter

872.416:

Anzahl Followers von Adidas, Allianz, BASF, Bayer, Beiersdorf, BMW, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Deutsche Lufthansa, E.ON, Fresenius, Henkel, Infineon Technologies, K+S Aktiengesellschaft, Linde, MAN, Merck, METRO, Münchener Rück, RWE, Salzgitter, Siemens, ThyssenKrupp, Volkswagen auf Twitter

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Social Web und das grosse Missverständnis: Büro Baron im Gespräch mit Kai-Uwe Hellmann

Rolando Baron · 17. Mai 2011 · Baron on Tour, Big Thinking

Alles nur ein grosses Missverständnis – das Social Web, die Interaktion auf Augenhöhe mit den mündigen Kunden, die „hüpfende Unternehmen“? Und ist das wirklich so? Auf der einen Seite die Unternehmen als formale Organisation, auf der anderen Seite das informelle Gewusel im Web 2.0? Dann hätten wir nun die Erklärung, warum das vielbeschworene Community-Building so oft ohne Community abläuft: Weil Firmen und Facebook strukturell einfach nicht zusammenpassen. So könnte man zumindest die Thesen von Dr. Kai-Uwe Hellmann verstehen – Markensoziologe und Leiter des Instituts für Konsum- und Markenforschung in Berlin.

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Interessante Gedanken, die Dr. Kai-Uwe Hellmann im Interview äussert. Denn diese Thesen umschreiben treffend die eigentliche Herausforderung. Sie beschreiben aber nicht die Lösung. Denn die Sichtweise, dass Unternehmen strukturkonservative Gebilde sind – hochgradig selbstreferentiell und auf den Erhalt des eigenen Systems bedacht – ist nur eine von vielen möglichen Perspektiven. Doch es gibt immer Alternativen. Welche das sind? Nun, hierzu greife ich ein anderes Mal in die Tasten.

Aber soviel sei schon jetzt verraten: Wenn Richard Branson vom Business als Rock’n’Roll spricht, wenn Dietrich Mateschitz die herkömmlichen Marketing-Konventionen bricht und das kleine Converse mit 16 Millionen Liker zu einem der erfolgreichsten Fan-Brand wird – dann hat das viel mit Schumpeter und dem kreativen Unternehmertum zu tun. Denn Kreativität ist die Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts. Doch vor dieser Kreativität haben viele Unternehmen Angst. Diese Angst vor dem “wilden Denken” (Claude Lévi-Strauss) ist teilweise verständlich. Doch sie hat auch ihren Preis: Eine geringe Street-Credibility, kaum Traffic auf den mühsam aufgesetzten Facebook-Seiten und ein Brandstory-Telling, bei dem den Kunden oft die Füsse einschlafen. Doch schlafende Füsse können ja nicht der Sinn des Marketings sein. Und unscheinbare Mittelmässigkeit ist bestimmt nicht der Ausweg – gerade nicht heute, besonders nicht im Zeitalter von Facebook & Co!

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