Büro Baron Blog

Brand-Authenticity: Warum BMW hat, was Bionade mal hatte

Rolando Baron · 11. Januar 2012 · Best Practice

Ja, die liebe Authentizität. Irgendwie hätte sie ja jeder gerne und gerade für Marken wird die Brand-Authenticity immer mehr zu einem wichtigen Kriterium. Doch wie generiert man diese leicht schwabbelige Authentizität? Ganz einfach: Indem man mit dem Marketing-Schwabbeln aufhört. Wie das geht, zeigt BMW. Wie es nicht geht, zeigt Bionade (leider).

Der BMW-Rennschlitten - auch so kann man "Freude am Fahren" dreidimensional erlebbar machen

BMW: Wenn selbst die Weihnachtskarte die frohe Markenbotschaft kommuniziert.
An sich ist es ja so einfach: Man entwickelt ein zentrales Markenversprechen und macht dieses  anschliessend über alle Touch-Points hinweg konsistent erlebbar. So wie z.B. BMW. Denn der BMW-Claim „Freude am Fahren“ ist nicht nur ein flott formulierter Slogan. Sondern er ist eine Identitätsbehauptung, die mit vielen Identitätsbeweisen erlebbar gemacht wird. Diese Identitätsbeweise, die immer wieder auf „Freude am Fahren“ einzahlen, sehen bei BMW zum Beispiel so aus: [Weiterlesen →]

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Social Media gibt es gar nicht

Rolando Baron · 15. November 2011 · Big Thinking

Um es mal klar zu sagen: Social-Media gibt es nicht. Und doch verändert Social Media alles. Es verändert die Dringlichkeit einer klaren Positionierung, einer eindeutigen Value Proposition, einer echten Brand-Identity, eines spannenden Brand-Storytellings. Doch Social Media als eigene Gattung, mit eigenen Gesetzen und vollständig neuen Regeln? Ehrlich gesagt ziemlicher Quatsch mit Sauce.

Das Phänomen der kreisenden Erregung.
Dieser Unsinn wird aber immer wieder gerne erzählt. Und es scheint fast so, als wäre aus dem Vehikel Social Media eine Mission geworden, die mit sektiererischem Eifer unter das Marketingvolk getragen werden müsste. Darum die vielen Tagungen, die vielen Folien, die vielen Zahlen, das viele Social-Gewimmel.

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Migipedia – Crowd-Sourcing ohne Crowd

Rolando Baron · 7. Oktober 2011 · Big Thinking

Eins muss man Migros ja lassen: Mit Migipedia hat der orange Riese Mut bewiesen und dieser Mut verdient Respekt. Doch was genau war dieser Mut? Es war der Mut zum Scheitern. Und gescheitert ist Migipedia anscheinend. Dieses Scheitern ist nicht weiter schlimm (ausser für die Migros-Buchhaltung). Aber den Eiertanz, den die Limmat-Crew um dieses Goldene Kalb veranstaltet, der wirkt irgendwie peinlich und ist symptomatisch für die Social-Media-Diskussion in der Schweiz.

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Machtverschiebung, ach wirklich?

Rolando Baron · 6. September 2011 · Big Thinking

Social Media scheint ja ganz kirre zu machen. Und dem Gewusel in den viralen Netzwerken scheint ein allgemeines Management-Gewusel zu folgen. Denn es droht die Machtverschiebung. Oder die Entmachtung gar? Doch egal – bevor die kommt, kommt das Swiss Social Media Forum. Und dieser Blogartikel.

Haben Marken jemals Macht gehabt? Na ja, vielleicht über ihre Kanäle. Aber niemals über die Markenwahrnehmung selbst. Denn es stimmt schon, was Jeff Bezos sagte: „Your brand is what people say about you when your are not in the room“. Und der selige David Ogilvy sagte: „The brand is the consumer’s idea of a product“.

Doch warum sind Machtverschiebung und Kontrollverlust plötzlich so grosse Themen? Die Vermutung liegt nah: Weil das Web 2.0 eine strukturelle Unbeholfenheit von Management aufzeigt. Denn der viel zitierte Machtverlust ist kein Problem der Kommunikation. Sondern eines, das bisherige Management-Gewohnheiten tangiert. [Weiterlesen →]

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Thanks for not coming back! – Wie man 3.5 Mio Views auf Youtube erreicht

Christoph Widmer · 10. Juni 2011 · Best Practice, Popcorn

Die Alamo Drafthouse Cinema Kinokette hat es geschafft: sie sind in einem Topf generischer, programmgleicher Kinos zu einer Markenpersönlichkeit geworden.

Das Unternehmen gibt es seit Mitte der 90er Jahre und bewirtschaftet 12 Kinos. Es werden aber nicht nur Filme gezeigt: man kann während des Films essen. Und seit 1997 haben die Kinos ein oberstes Gebot: kein Reden und kein SMS schreiben während des Films. Sonst wird man rausgeschmissen.

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It’s not about Social Media. It’s about Creativity.

Rolando Baron · 9. Juni 2011 · Best Practice, Popcorn

10.842.935:

Anzahl Followers von Lady Gaga auf Twitter

872.416:

Anzahl Followers von Adidas, Allianz, BASF, Bayer, Beiersdorf, BMW, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Deutsche Lufthansa, E.ON, Fresenius, Henkel, Infineon Technologies, K+S Aktiengesellschaft, Linde, MAN, Merck, METRO, Münchener Rück, RWE, Salzgitter, Siemens, ThyssenKrupp, Volkswagen auf Twitter

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Social Web und das grosse Missverständnis: Büro Baron im Gespräch mit Kai-Uwe Hellmann

Rolando Baron · 17. Mai 2011 · Baron on Tour, Big Thinking

Alles nur ein grosses Missverständnis – das Social Web, die Interaktion auf Augenhöhe mit den mündigen Kunden, die „hüpfende Unternehmen“? Und ist das wirklich so? Auf der einen Seite die Unternehmen als formale Organisation, auf der anderen Seite das informelle Gewusel im Web 2.0? Dann hätten wir nun die Erklärung, warum das vielbeschworene Community-Building so oft ohne Community abläuft: Weil Firmen und Facebook strukturell einfach nicht zusammenpassen. So könnte man zumindest die Thesen von Dr. Kai-Uwe Hellmann verstehen – Markensoziologe und Leiter des Instituts für Konsum- und Markenforschung in Berlin.

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Interessante Gedanken, die Dr. Kai-Uwe Hellmann im Interview äussert. Denn diese Thesen umschreiben treffend die eigentliche Herausforderung. Sie beschreiben aber nicht die Lösung. Denn die Sichtweise, dass Unternehmen strukturkonservative Gebilde sind – hochgradig selbstreferentiell und auf den Erhalt des eigenen Systems bedacht – ist nur eine von vielen möglichen Perspektiven. Doch es gibt immer Alternativen. Welche das sind? Nun, hierzu greife ich ein anderes Mal in die Tasten.

Aber soviel sei schon jetzt verraten: Wenn Richard Branson vom Business als Rock’n’Roll spricht, wenn Dietrich Mateschitz die herkömmlichen Marketing-Konventionen bricht und das kleine Converse mit 16 Millionen Liker zu einem der erfolgreichsten Fan-Brand wird – dann hat das viel mit Schumpeter und dem kreativen Unternehmertum zu tun. Denn Kreativität ist die Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts. Doch vor dieser Kreativität haben viele Unternehmen Angst. Diese Angst vor dem “wilden Denken” (Claude Lévi-Strauss) ist teilweise verständlich. Doch sie hat auch ihren Preis: Eine geringe Street-Credibility, kaum Traffic auf den mühsam aufgesetzten Facebook-Seiten und ein Brandstory-Telling, bei dem den Kunden oft die Füsse einschlafen. Doch schlafende Füsse können ja nicht der Sinn des Marketings sein. Und unscheinbare Mittelmässigkeit ist bestimmt nicht der Ausweg – gerade nicht heute, besonders nicht im Zeitalter von Facebook & Co!

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718 Tage Büro Baron – eine kleine Übersicht

Rolando Baron · 7. April 2011 · Baron konkret

Neben ein paar Lunchvorträgen, einigen Interviews und verschiedenen Blogeinträgen macht Büro Baron auch das, was alle machen: Arbeiten nämlich. Darum hier eine Übersicht, für wen ich seit Mai 2009 – seit 718 Tagen – meine grauen Zellen auf Hochtouren gebracht habe.

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Jennifer Aniston, ein Virus-Video und 8 Mio. Views

Christoph Widmer · 28. März 2011 · Best Practice, Popcorn

Smartwater verkauft Wasser in Flaschen. Nun hatten die Marketingexperten des Wasserverkäufers eine zündende Idee: wir verwursten alles, was in den letzten Monaten viralen Erfolg hatte und machen daraus einen Best-of-viral-Jennifer-Aniston-Mix. Den Clip nennen wir dann “Jennifer Aniston Sextape”.

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Also gibt es jetzt in knapp drei Minuten:

  • Keenan Cahill beim Lipsync
  • Jennifer Aniston als Botschafterin (ab dieser Szene ist auch klar, dass der Blogtitel kein Fehler ist)
  • (sehr viele) kleine Hunde und einen sprechenden Papagei
  • tanzende Babys (eine hübsche Referenz auf Evian)
  • ein doppelter Regenbogen
  • einen Tritt unter die Gürtellinie (weil das immer Views garantiert)
  • und zum Schluss versprüht Aniston noch ein bisschen Sexappeal.

Fertig! Und wieso hat das jetzt Erfolg? [Weiterlesen →]

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Enterprise 2.0: Friendsurance – sieht so die Versicherung der Zukunft aus?

Rolando Baron · 28. März 2011 · Best Practice

Social Media, Social Enterprise, Social Commerce – diesen hübschen Dreiklang bietet seit ein paar Tagen Friendsurance. Und wagt damit einen Schritt, der gerade für die  Versicherungsbranche wegweisend sein kann. Die spannende Frage ist natürlich, ob sich dieses Modell auch erfolgreich monetarisieren lässt. Aber gut – hätten wir diese Frage schon nach 4 Tagen an Facebook & Co. gestellt, wäre die Antwort bestimmt auch nur ein kritisches Stirnrunzeln gewesen.

Mehr über Friendsurance erfährt man in diesem Video (… wobei ich mich frage, warum junge Start-Ups immer solche piepsigen Voice-Over-Stimmen nehmen müssen?). Als weiteren Lesetipp hier noch der Link zum einem Artikel, der heute in autoversicherung-online erschienen ist.

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Migros, Dutti und Tante Emma 2.0

Rolando Baron · 23. März 2011 · Big Thinking

Das alles kannte er nicht – das Internet, das Web 2.0, die sozialen Netzwerke. Und doch hat er einen Satz geprägt, der bei jedem Community Manager über dem Laptop hängen sollte: «In der modernen Welt wird der Erfolg jenen gehören, die es verstehen, um ihr Unternehmen herum eine Ideenwelt aufzubauen».  Er – das ist Gottlieb Duttweiler, der erste Socialbrand-Pionier der Schweiz.

Dutti hat die Migros gegründet. Und die Migros ist eines der erfolgreichsten Unternehmen im Social Web. So hat kein Lebensmittelhändler im deutschsprachigen Raum mehr Liker als der orange Riese. Die spannende Frage allerdings: Warum ist das so und woher kommt dieser Erfolg? Die kurze Antwort: Wegen Dutti. Und wegen Tante Emma.

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Facebook-Boom in der Schweiz? Nicht, wenn man diesen Zahlen traut

Rolando Baron · 25. Februar 2011 · Best Practice, Big Thinking

Anscheinend haben sich in den letzten 24 Monaten völlig neue Sekten gebildet – die Tweet-Quäker, die Face-Templer, die Social-Tologen. Die Anhänger dieser umtriebigen Glaubensgemeinschaft sind mir ja durchaus sympathisch. Allerdings erstaunt mich manchmal die Naivität dieser Bewegung. Denn was verkaufen die Web-Aposteln meistens den Unternehmen? Technische Tools, vermeintliche Quick-Wins und Reichweite-Versprechen, die sich nach paar Wochen als Makulatur entpuppen. Die Folge davon: Nur 4% der deutschen Jugendlichen vertrauen grossen Unternehmen. Die Misstrauensfalle wird grösser. Und:

Die Zahl der Facebook-User in der Schweiz ist im Januar 2010 um 5,9% gesunken!

Fazit: Im Zeitalter des Social-Web wird eine kohärente Markenführung wichtiger. Und eine relevante und gelebte Corporate Religion ist der Schlüssel für den Erfolg auf Facebook&Co. Warum soll ich mich mit dir unterhalten? Und was würde der Welt fehlen, wenn es Dich nicht geben würde? Marken, die diese Fragen beantwortet haben, können guten Gewissens in die holden Welterneuerungsgesänge der Social-Tologen einstimmen. Und werden auf dem WWW das finden, was sich Unternehmen heute so sehnlich wünschen: Echte Fans statt ungläubiger Kunden.

(Quelle für die Statistik: SocialMediaSchweiz)

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