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Zwiebelringe, Eistee und Street-Credibility.

Christoph Widmer · 12. Oktober 2010 · 4 Kommentare · Best Practice

Zur Erinnerung: die Zwiebelringe von Zweifel sind nach 15 Jahren wieder zurück in den Regalen. Auf Facebook haben sich gegen 12′000 Menschen als Fans geoutet und sich die Zwiebelringe zurück in die Regale gewünscht. Zweifel reagierte und startete im Beisein einiger Fans die Produktion.

Ein Monat später kommt das nächste Beispiel für erfolgreiche Zweiwegkommunikation: der Migros-Eistee. Den gibt’s bald auch in PET-Flaschen anstatt nur im Tetrapak. Auf Kundenwunsch, wohlgemerkt. Ausschlaggebend waren Kundenfeedbacks auf der Plattform migipedia.ch. Jedes Produkt kann dort kommentiert und bewertet werden. Und Migros liefert Antworten, diskutiert mit und – konsequenterweise – reagiert mit Produkteanpassungen. So kommt der beliebte Eistee noch vor Jahresende in der PET-Flasche ins Regal. Ein Eistee, der übrigens eine Fan-Community von 54′000 Fans hat!

Und die Moral von der Geschichte? Open-Innovation und Co-Creation machen doppelt Sinn. Weil es zu neuen Produkten führt. Und weil es nachhaltig die Street-Credibility von Marken erhöht. Doch wer auf der Strasse Glaubwürdigkeit erzielen möchte, muss selbst auf die Strasse gehen… womit wir mal wieder elegant den Bogen zu den Brands unplugged geschlagen haben.

(Apropos Co-Creation: dieser Artikel wurde von Christoph Widmer und Rolando Baron gemeinsam erstellt).

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4 Kommentare bis jetzt ↓

  • Stefan von Chefsessel

    erstaunlich wie groß der einfluss des konsumenten doch sein kann, es lebe die social community, sie hat doch etwas gebracht!

    MFG

  • Jürgen

    habe genau dieses phänomen auch bei meinem arbeitgeber erlebt, wir haben vor einigen jahren zwei unserer produkte aus dem sortment genommen gehabt und mussten sie jetzt wieder einführen, da die community (wie man sie heute nennt) dies so gefordert hat!

    viele Grüße;
    Jürgen!

  • Rinaldo

    Es lebe Open-Innovation und Co-Creation ! Alle kochen mit und am Schluss haben wir den Brei.

  • Rolando Baron

    Lieber Rinaldo, als Supertexter animierst du mich ja direkt, hier lange Litaneien hinzuschreiben. Aber das lass ich für einmal (sonst bekomme ich noch Ärger mit meinen wartenden Kunden ;-) . Nur soviel: In der Sportartikelbranche kommen 60% aller Innovationen von den Kunden (Quelle: Prof. Frank Piller)… womit natürlich nicht gesagt ist, das ein buntes Jekami immer die beste Lösung ist. (Das fällt mir doch gerade ein: War gestern bei einem führenden Vermögensverwalter der Schweiz. Der hat ein Kundenpanel, in dem neue Produkt- und Servicevorschläge vor der Lancierung besprochen werden … ziemlich intelligent, das Ganze…).

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